
Stellantis hat kürzlich bestätigt, dass alle seine Pkw und leichten Nutzfahrzeuge (LCVs) nunmehr kompatibel mit HVO-Diesel (Hydrotreated Vegetable Oil), das auch als "grüner Diesel" bezeichnet wird. Dieser Biokraftstoff, der aus hydrobehandelten Pflanzenölen hergestellt wird und tierischen Fetten hergestellt wird, positioniert sich als umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichem Diesel. Er bietet die gleiche Leistung bei geringeren Schadstoffemissionen.
HVO-Diesel: eine grünere Alternative
HVO-Diesel ist ein synthetischer Kraftstoff, der aus erneuerbaren Rohstoffen wie Altspeiseöl, Pflanzenöl oder tierischen Fetten hergestellt wird. Durch ein fortschrittliches Hydrierungsverfahren wird ein sauberer Kraftstoff erzeugt, der frei von Schwefel und anderen Schadstoffen ist. Das Ergebnis: eine geringere Umweltbelastung, mit, laut TotalEnergies, eine Senkung der CO2-Emissionen um bis zu 90 % Emissionen im Vergleich zu herkömmlichem Diesel.
Erweiterte Kompatibilität mit Stellantis-Modellen

Stellantis validiert die Verwendung von HVO-Diesel für eine große Auswahl an Motoren, insbesondere solche, die den Normen Euro 5 und Euro 6 entsprechen. Diese Modelle, die an der Bezeichnung "XTL" auf dem Einfüllstutzen zu erkennen sind, können diesen Biokraftstoff ohne jegliche Änderung aufnehmen. Für Euro-6-Dieselfahrzeuge, die nicht mit "XTL" gekennzeichnet sind, hat Stellantis die kompatiblen Motoren angegeben:
- 1.3 MultiJet
- 1.6 MultiJet
- 2.0 MultiJet
- 2.2 MultiJet (alt und neu)
- 3.0 V6 MultiJet
- 2.3 MultiJet (F1A - Fiat Ducato)
Mit dieser Ankündigung bietet Stellantis eine nachhaltige Lösung für seine Dieselmodelle, von Alfa Romeo Tonale 1.6L Diesel und Giulia 2.2L Diesel bis hin zu Fiat Tipo 1.6L Diesel, Maserati Ghibli und Levante mit dem 3.0L V6 MultiJet.
Eine Perspektive für die Zukunft
Obwohl die Einführung von HVO-Diesel an Tankstellen nur schrittweise erfolgt und trotz seiner ökologischen Vorteile, ist er nicht frei von Herausforderungen. In Deutschland, wo er bereits erhältlich ist sein Preis ist 15 bis 20 Cent höher als bei herkömmlichem Diesel. Dieser Aufpreis, der auf eine hohe Besteuerung zurückzuführen ist, bremst seine breite Akzeptanz. Darüber hinaus könnte seine Einstufung als Crit'Air 2 in Frankreich, die mit herkömmlichem Diesel identisch ist, seine Akzeptanz bei den Behörden und der Öffentlichkeit verlangsamen.
Schließlich ist diese Ankündigung zwar ein Schritt in Richtung Umweltfreundlichkeit, aber es ist zu beachten, dass in Europa kein neues Stellantis-Modell mit den oben aufgelisteten Motoren ausgestattet und somit mit HVO-Diesel kompatibel sein wird.
Zum Glück ist Ex-FCA hier...
Es gibt umweltfreundliche Alternativen zu Elektrofahrzeugen. Diese Lösungen müssen jedoch durchgesetzt werden, anstatt alles auf Elektroantrieb zu setzen, wie Stellantis es tut.