
Der sich abzeichnende Handelskrieg zwischen den USA und Europa könnte die europäische Automobilindustrie tiefgreifend stören, mit Stellantis an vorderster Front. Denn die Zölle, die US-Präsident Donald Trump auf europäische Fahrzeuge und Bauteile erheben könnte, könnten die Wettbewerbsfähigkeit der Hersteller auf dem Alten Kontinent, insbesondere der italienischen Unternehmen, beeinträchtigen, wie Jean-Philippe Imparato, der Leiter von Stellantis für Europa, warnte.
Auswirkungen auf die europäische Automobilindustrie
Bei einer kürzlich bei der Veranstaltung "Forza Italia" geführten Debatte zwischen Imparato und Alfredo Altavilla, der ehemaligen rechten Hand von Sergio Marchionne und nun Berater bei BYD, brachten die beiden Männer gemeinsame Bedenken über neue Handelsbarrieren, insbesondere die von Trump errichteten, zum Ausdruck. "Die Zölle werden sich nicht nur in Amerika, sondern auch auf die europäische und vor allem die italienische Komponente auswirken", betonte Imparato. Seiner Meinung nach könnte diese Entscheidung die Lieferketten ernsthaft stören und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie beeinträchtigen, insbesondere in Italien, das eine entscheidende Rolle bei der Herstellung von Komponenten und fertigen Fahrzeugen spielt.
Imparato machte keinen Hehl aus seiner Sorge um die Zukunft der Fahrzeugproduktion in Mirafiori in der Nähe von Turin und betonte, dass "wir an unserer Wettbewerbsfähigkeit arbeiten und einen freien, fairen und stabilen Handel haben müssen". Für ihn ist ein stabiler Handel unerlässlich, damit die italienische Automobilindustrie diese Herausforderungen bewältigen kann.
Reaktion der italienischen Gewerkschaften
Das Schreckgespenst der von Trump verhängten Zölle hat auch in Italien starke Reaktionen hervorgerufen. Der Generalsekretär des Fim-Cisl, Marco Laviano, äußerte sich besorgt über diese "echte Ohrfeige" für Europa. Seiner Meinung nach könnte diese Situation die italienische Automobilindustrie in eine beispiellose Krise stürzen. "Es könnte teuer werden, was die Nachfrage auf dem US-Markt angeht, eine verrückte Entscheidung, die wie eine Kriegserklärung gegen ganz Europa wirkt", warnte er.
Er erinnerte auch an die Bedeutung der Stellantis-Produktion in Italien, das neben Deutschland einen großen Teil seiner Produktion, einschließlich der Bauteile, exportiert. "Wenn wir auch noch den Exportmarkt verlieren, haben wir den Tiefpunkt erreicht", fügte er hinzu.
Notwendige Zusammenarbeit mit der chinesischen Industrie?
Angesichts dieses komplexen Kontextes betonten Imparato und Altavilla die Notwendigkeit, ein Gleichgewicht zu finden. Altavilla, Berater bei BYD, erklärte, dass die Situation mit den Handelsbarrieren "keinen Sinn" mache, und betonte die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit mit der chinesischen Industrie, sagte er und betonte, dass die Zusammenarbeit mit China für beide Seiten von Vorteil sein könnte, da sie es ermöglichen würde, "Technologien und Produkte anzubieten, die den Wünschen der europäischen Verbraucher entsprechen". Dieser Öffnung stehen jedoch die Entscheidungen der Europäischen Kommission entgegen, die bereits hohe Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge verhängt hat.
Das ist die extreme Rechte...