
Der 5. April 2025 wird einen Wendepunkt in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und Europa markieren, wenn die neuen Zölle von 20 % auf europäische Produkte, darunter Autos, eingeführt werden. Diese von US-Präsident Donald Trump angekündigte Änderung könnte den Markt für italienische Autos umkrempeln. Aber welche Marken laufen am meisten Gefahr, unter der Steuererhöhung zu leiden? Verschaffen wir uns einen Überblick.
Maserati: + 40 % der Verkäufe
Der Fall von Maserati ist besonders interessant. Denn obwohl die Marke im Jahr 2024 einen weltweiten Rückgang der Verkaufszahlen verzeichnet hätte (-37 % im Vergleich zu 2023, mit nur 4.819 Zulassungen), die USA bleiben mit einem Anteil von über 40 % am Umsatz der Firma ihr wichtigster Markt. Die durch die Zölle bedingte Erhöhung der Verkaufspreise um 20 % könnte ein schwerer Schlag für eine ohnehin schon angeschlagene Marke sein. Auch wenn Maserati sich durch seine Luxusfahrzeuge auszeichnet, wird es schwierig sein, eine solche Preiserhöhung gegenüber den amerikanischen Verbrauchern zu rechtfertigen. Die Situation von Maserati ist daher besorgniserregend, zumal die Marke nicht die gleiche Aura wie Ferrari oder Lamborghini besitzt, um einem solchen Druck standzuhalten.
Lamborghini: + 30 % der Verkäufe
LamborghiniDie USA sind ebenfalls stark von der Erhöhung der Zölle betroffen. Im Jahr 2024 verzeichnete die Marke über 3.500 Zulassungen in den USADies entspricht einem Anstieg von 23 % im Vergleich zu 2023. Diese Zahl macht sie zum Markt Nr. 1 für die Marke, weit vor Deutschland, Italien oder Japan. Die USA machen mehr als 30 % des Lamborghini-Umsatzes aus, was die Marke in eine schwierige Lage bringt. Sollte der Preisanstieg tatsächlich 20 % erreichen, ist die Frage berechtigt, ob die Verbraucher weiterhin bereit sein werden, immer mehr für ein Luxusfahrzeug auszugeben. Die Herausforderung für Lamborghini wird darin bestehen, seinen Kundenstamm zu erhalten.
Ferrari: + 25 % der Verkäufe
Mit ca. 3.500 Zulassungen in den USA im Jahr 2024 (+13 % im Vergleich zu 2023), Ferrari ist von dieser Problematik ebenfalls nicht ausgenommen. Auf die USA entfallen etwa 25 % der weltweiten Verkäufe von Ferrari, und der US-Markt bleibt ihr wichtigster Markt, vor Japan und Deutschland. Sollte die Zollerhöhung um 20 % Wirklichkeit werden, könnten einige Käufer davor zurückschrecken, astronomische Summen für ein Auto auszugeben, selbst für Ferrari. Die Marke verfügt jedoch über eine äußerst treue und leidenschaftliche Kundschaft, was sie teilweise vor dieser Erhöhung schützen könnte.
Alfa Romeo: + 14 % der Verkäufe
Alfa RomeoObwohl sie auf dem US-Markt noch gut vertreten ist, befindet sie sich in einer schwierigeren Lage. Im Jahr 2024 die Verkäufe der Marke fielen um 18 % im Vergleich zu 2023Die Zahl der Neuzulassungen betrug etwa 9000 von insgesamt 62 000 weltweit verkauften Fahrzeugen. Die USA bleiben jedoch ihr zweitgrößter Markt, gleich nach Italien, und machen etwa 14 % des Gesamtumsatzes aus. Die Einführung von die neue Motorisierung des Tonale, begleitet von einer Preissenkung, war eine Wette, um die Verkäufe anzukurbeln. Mit der Einführung von Zöllen könnte Alfa Romeo diese Bemühungen jedoch zunichte machen, und höhere Preise könnten die Sache noch komplizierter machen.
Lancia, Fiat, Abarth: Marken, die kaum betroffen sind
Marken wie Lancia, Fiat und Abarth sind dieser Änderung der Geschäftspolitik weit weniger ausgesetzt. Da Lancia nicht in den USA vertrieben wird, ist das Unternehmen nicht von den Zöllen betroffen. Darüber hinaus müssen Fiat und Abarth, die in den USA ein wesentlich geringeres Verkaufsvolumen generieren, keine größeren Auswirkungen auf ihr Geschäft befürchten. Obwohl einige ihrer Autos immer noch importiert werden können, ist ihre Präsenz auf dem US-Markt marginal und daher weitgehend außerhalb der Reichweite der direkten Auswirkungen der neuen Zölle.