Maserati Grecale SUV: Update soll Verkaufszahlen ankurbeln - aber nur für Elektroantrieb?

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Der Maserati Grecale SUV, der 2022 auf den Markt kommen soll, sieht sich mit einem deutlichen Rückgang der Produktionszahlen konfrontiert. In der Tat, zwischen 2023 und 2024, die Produktion dieses SUV um 58% zurückgingIn der italienischen Fabrik in Cassino wurden statt 17.242 nur noch 7.250 Fahrzeuge hergestellt. Ein Rückgang, der aufhorchen lässt, vor allem im Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie dem Porsche Macan, der im Jahr 2024 fast 83.000 Einheiten absetzte, darunter mehr als 18.000 Elektroversionen.

Der Grecale Folgore: ein kommerzieller Fehlschlag?

Der Grecale wurde zunächst als Verbrennungsmotor angeboten, mit einem 2.0L 4-Zylinder-Motor und einem 3.0L V6-Motor, dann wurde die Vermarktung des Elektromodells, des Grecale FolgoreEnde 2023, war eher zaghaft. Unseres Wissens nach die Verkäufe der elektrischen Version nicht in Gang gekommen sindDies wirft die Frage nach der Positionierung von Maserati vor der Zukunft seines SUV. Beispielsweise sind in Deutschland von 541 Maserati, die im Jahr 2024 zugelassen werden, nur 25 Folgore. Im gleichen Zeitraum sind in Italien von 2242 Zulassungen nur 43 Folgore.

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Wenn man sich bei Porsche umschaut, scheint der direkte Konkurrent Macan den Übergang zum Elektroantrieb besser zu meistern, da die vollelektrische Version einen größeren Anteil der Verkäufe ausmacht. Porsche scheint jedoch zu erwägen, im neuen Macan für Europa wieder eine Version mit Verbrennungsmotor einzusetzen, während das alte Modell mit Verbrennungsmotor für den US-Markt weiterhin erhältlich ist. Die Frage, die sich hier stellt, ist: Wird Maserati eine ähnliche Strategie verfolgen oder auf seiner einzigartigen Folgore-Version des Grecale beharren müssen?

Grecale-Update nur für den Elektroantrieb?

Unseren Informationen zufolge plant Maserati ein Mid-Carrier-Update (MCA) für den Grecale, um die Verkaufszahlen anzukurbeln. Obwohl die Einzelheiten dieses Updates unklar bleiben, scheinen mehrere Entwicklungen wahrscheinlich. Zunächst einmal könnte eine Überarbeitung der Frontpartie in Betracht gezogen werden, da viele Kunden das aktuelle Design als zu brav empfanden und einige sogar eine Ähnlichkeit mit dem Ford Puma sahen. Eine Weiterentwicklung des Designs, vor allem an der Front, würde dem Grecale wieder einen selbstbewussteren Charakter verleihen, wie es beim Levante der Fall war und dem Image der Marke Maserati entsprechen.

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Im Hinblick auf den thermischen Bereich bleiben die Unsicherheiten bestehen. Da Maserati klar zum Ausdruck gebracht hat, dass es in Zukunft eine vollelektrische Marke werden will, stellt sich die Frage, ob dieses Update nur die Folgore-Version betreffen wird oder ob die Version mit Verbrennungsmotor weiterhin neben der elektrischen Version existieren wird. Könnte der Grecale mit Verbrennungsmotor mit 2.0L und 3.0L V6-Motoren im Zeitalter der Energiewende überleben oder wird sich Maserati dazu entschließen, in Zukunft nur noch den Grecale Folgore anzubieten?

Eine riskante Strategie

Während Europa und China immer mehr auf Elektrifizierung drängen, muss Maserati mit diesem Druck jonglieren und gleichzeitig seine Identität bewahren. Luxuskunden wollen Modelle mit Verbrennungsmotor. Parallel dazu bereitet sich Maserati mit Modellen wie dem neuen SUV Levante, der 2027 auf den Markt kommen soll, und dem neuen Quattroporte, der 2028 auf den Markt kommen soll, weiter auf die Zukunft vor. Wird sich Maserati mit dem Folgore ausschließlich auf den Elektroantrieb konzentrieren oder einen differenzierteren Ansatz wählen und auch eine Version mit Verbrennungsmotor beibehalten. Schwestermarke Alfa Romeo bestätigt die Rückkehr des Verbrennungsmotors in zukünftigen Modellen der Reihe und auch Porsche, die Konkurrenzmarke, untersucht ihn.

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4 meinungen zu " SUV Maserati Grecale: Ein Update soll den Verkauf ankurbeln, aber nur für den Elektroantrieb ?".

  1. Zu bedenken ist, dass Porsche hier einen enormen Stellenwert hat, der mit einer hohen Qualität verbunden ist.
    Der Name Maserati ist ein italienisches "Auto mit nicht so perfekter zuverlässiger Technik. Also für Liebhaber!
    Nur Folgore wird in Deutschland nicht aus der Krise helfen.

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  2. Die Wiederbelebung des Grecale wird mit einer bislang nicht vorhandenen Kommunikationskampagne beginnen, gefolgt von einer Preisanpassung. Soweit mir bekannt ist, werden die Linien des Grecale nicht weiterentwickelt.

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  3. Wenn (lt. KBA Daten) in den letzten Monaten zwischen 0 und 1 Grecale Folgore zugelassen werden (wobei da sicher auch noch Händlerfahrzeuge dabei sind), ist das kein Marketingproblem, sondern meines Erachtens ganz klar ein Problem von Produkt und Preis. Im Gegensatz zum V6 hat der elektrische Antriebstrang kein wirkliches Alleinstellungsmerkmal, die Technik ist ok aber in zentralen Punkten schon nicht mehr auf der Höhe der Zeit (400V, 150kW Ladeleistung, ...), die Ausstattung/Materialien nicht überall "Premium" und die Möglichkeiten der Individualisierung des Folgore begrenzt. Der (jetzt reduzierte) Listenpreis mag gerade noch ok sein (bes. angesichts der zur Konkurrenz weniger zeitgemäßen Technik). Die bei BEVs aber viel wichtigeren Leasingkonditionen sind aber - soviel ich erfahren habe (musste) - vollkommen inakzeptabel, auch weil die Händler bzgl. zukünftiger Rückläufer von Maserati allein gelassen werden und verständlicherweise das Risiko nicht tragen können/wollen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass angesichts der aktuellen Entwicklung des E-Automarktes in Deutschland und vor allem der Konkurrenz ein "Facelift" etwas ändern würde. Meines Erachtens bräuchte es da deutlich mehr Ideen und Engagement, um die ohnehin wenigen BEV- Käufer in dem Segment 'abzuholen' - aber viellicht lieg ich ja falsch ...

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